Greiwing

Alles rund um unser Gefahrstofflager

Vor wenigen Wochen haben wir unser Gefahrstofflager am Standort Duisburg in Betrieb genommen. 3.000 Tonnen Bariumchlorid können dort gelagert werden. Dabei handelt es sich um einen nichtbrennbaren, giftigen Feststoff der Wasserstoffgefährdungsklasse eins. An dieser Stelle wollen wir einen umfassenden Überblick über unser Gefahrstofflager geben.

Nach der Störfall-Verordnung müssen Unternehmen mit Betriebsbereichen, in denen gefährliche Stoffe gehandhabt werden, die Öffentlichkeit umfassend informieren. Im Verlauf des Genehmigungsverfahrens ist Bariumchlorid jedoch aus der Störfall-Verordnung gestrichen worden, womit auch die Informationspflicht entfällt. Für uns kein Grund, Sie nicht trotzdem umfangreich über unser neues Gefahrstofflager zu informieren: Die Anlage befindet sich auf einer 7.500 Quadratmeter großen Teilfläche unseres insgesamt 37.500 Quadratmeter großen Areals an der Bliersheimer Straße in Duisburg. Auf einer Fläche von 1.300 Quadratmetern befinden sich ein Kommissonierbereich sowie 3.000 Palettenstellplätze im Verschieberegal.

Bariumchlorid ist der einzige Stoff, der dort gelagert wird. Das Produkt ist weiß, geruchslos und wird insbesondere bei der Herstellung von Farben verwendet. Das Einatmen ist gesundheitsschädlich, das Verschlucken giftig. Angeliefert wird das Bariumchlorid ausschließlich in BigBags in Überseecontainern. Es wird in unserer Anlage weder ab- noch umgefüllt. Lediglich eine kleine Probe zur Qualitätssicherung wird entnommen. Diese Probenentnahme findet in einem separaten Raum statt, der über eine Absaugeeinrichtung verfügt, die die Luft aus dem Raum zieht, anschließend filtert und der Raumluft wieder zuführt. Eine Ableitung nach außen findet nicht statt.

Feste Transportwege im Positivnetz der Stadt

Ausgeliefert wird die Ware in geschlossenen Kofferaufliegern und mit GREIWING-eigenen Fahrzeugen. Diese befahren ausschließlich festgelegte Routen, die dem Positivnetz der Stadt Duisburg entsprechen. Die An- und Ablieferung sowie der Umschlag des Bariumchlorids erfolgt montags bis freitags in der Zeit von 7 bis 18 Uhr.

Zahlreiche Sicherheitsmaßnahmen

Damit das Bariumchlorid im Fall der Beschädigung eines Transportbehälters nicht von unserem Betriebsgrundstück entweichen kann und jede Gefahr für die Bevölkerung vermieden wird, haben wir zahlreiche Sicherheitsmaßnahmen ergriffen:

  • Brandmeldeanlage, die auf die Feuerwehr geschaltet sind
  • flächendeckende, selbsttätige Löschanlage
  • Löschwasserwanne
  • Überwachung der technischen Lüftung der Ladeboxen
  • Entstaubungsanlage im Probenahmeraum

Eine Gefahr für die Bevölkerung außerhalb des Betriebsbereichs besteht daher nicht.

Auch die Feuerwehr Duisburg ist auf Einsätze mit gefährlichen Chemikalien auf unserem Betriebsgelände vorbereitet. Mit einem Gefahrgutzug und Messeinheiten stellt sie ein gesondertes Fahrzeug und geschultes Personal, das auf den Umgang mit Gefahrstoffen spezialisiert ist. Die Messeinheiten werden nicht nur bei Unfällen mit gefährlichen Stoffen, sondern auch bei der Überwachung von Großbränden eingesetzt. Den notwendigen Anordnungen von Notfall- und Rettungsdiensten leisten wir im Falle eines Ereignisses selbstverständlich Folge.

Auch für den Ernstfall außerhalb unseres Betriebsgeländes halten wir Notfallpläne der Stadt Duisburg vor. Sie enthalten Maßnahmen, die die Feuerwehr und das Krisenmanagement ergreifen, wenn es in einem Störfallbetrieb zu einem Unfall kommt, bei dem Auswirkungen außerhalb der Anlage zu erwarten sind.