Greiwing

Fahrpersonal zu finden, ist für Transportdienstleister nicht einfach. Besonders schwierig gestaltet ist es für Unternehmen wie unseres, die hochspezialisierte Mitarbeiter wie Silo-Fahrer suchen. Daher setzen wir verstärkt auf die innerbetriebliche Qualifizierung. Neue Fahrer durchlaufen eine umfangreiche Einarbeitung, bevor sie eigenständig Transportaufträge abwickeln. Zur Seite stehen ihnen Fahrtrainer wie Ralf Möller.

„Der wichtigste Faktor für den Erfolg unseres Unternehmens sind unsere Mitarbeiter. Innerbetriebliche Weiterbildungen und Qualifikationen sind für uns daher elementar wichtig“, sagt unser Geschäftsführer Jürgen Greiwing. Eine tragende Rolle kommt in diesem Zusammenhang Fahrtrainern wie Ralf Möller (41) zu. Sie sind erste Ansprechpartner für die Kraftfahrer und betreuen in den ersten sechs bis acht Wochen jeden neuen Kollegen intensiv. „Den fertigen Silo-Fahrer gibt‘s für uns praktisch nicht. Dafür ist das Aufgabenspektrum bei GREIWING zu speziell“, sagt Möller. Darüber hinaus pflegen wir hohe Qualitätsstandards, die es zu beachten gilt. Unter anderem muss jeder Auflieger von innen umfangreich gereinigt werden, bevor er neu befüllt wird.

Um diese Standards und die spezifischen Arbeitsabläufe zu verinnerlichen, durchlaufen neue Fahrer zunächst alle wichtigen Stationen im Unternehmen. „Bei uns wird niemand ins kalte Wasser geworfen, beziehungsweise sofort hinters Lenkrad gesetzt“, sagt Möller. Stattdessen verbringen neue Mitarbeiter die ersten Tage in der Reinigungsanlage, wo sie alles über die Innenreinigung der Silo-Auflieger erfahren. Das ist deshalb so wichtig, weil mitunter kleinste Verunreinigungen reichen, um eine ganze Ladung zu kontaminieren, besonders im Lebensmittelbereich. Im Anschluss daran stehen die Be- und Entladung auf dem Programm. „Dabei geht es im Wesentlichen darum, den Kollegen zu erläutern, welche Prozesse in welcher Reihenfolge durchzuführen sind, welche Besonderheiten welches Produkt aufweist und welche Kundenvorgaben zu beachten sind“, erklärt Möller.

Fahrertrainer begleitet Kraftfahrer

Vier bis sechs Wochen betreut Möller unsere neuen Kollegen in der Einarbeitungsphase und ist auch danach jederzeit für sie erreichbar – wie für all unsere Fahrer. Denn ins Aufgabenfeld des 41-Jährigen fällt auch die Aufgabe des Mittelsmanns zwischen der Disposition und dem Fahrpersonal. Mehr Zeit beanspruchen allerdings die so genannten Eco-Trainings, Möllers Kernaufgabe. Ziel dabei ist es, sämtlichen Fahrern des Familienunternehmens die Grundsätze und Feinheiten des ressourcenschonenden Fahrens zu vermitteln. „Die Assistenzsysteme sind inzwischen zwar sehr ausgereift, aber durch vorausschauendes Fahren lässt sich der Kraftstoffverbrauch erheblich reduzieren. Im Einzelfall bis zu 10 Prozent“, sagt Möller. Selbst, wenn die Verbräuche nur einen Liter je 100 Kilometer und Fahrzeug sinken, seien die Auswirkungen auf den jährlichen Flottenverbrauch beträchtlich.

Großes Gewicht hat neben der Wirtschaftlichkeit und der Nachhaltigkeit auch die Arbeitssicherheit. Um hier ständige Verbesserungen zu erzielen, setzen wir auf die Methode „behavior based safety“ (BBS), was sich mit „verhaltensorientierte Arbeitssicherheit“ übersetzen lässt. Der Grundgedanke dabei ist, die Mitarbeiter dazu zu bringen, sich sicher zu verhalten. Möller begleitet seine Kollegen deshalb in Zukunft noch enger durch den Berufsalltag. Auch hier gilt: Selbst die kleinste Verbesserung rechtfertigt den Aufwand.